Praxis für Physiotherapie Christine Lorreng

Schon als Kind wollte ich mich gerne "um Menschen kümmern"! Durch einen Freund lernte ich die Physiotherapie kennen, machte die Ausbildung und verliebte mich in meinen Beruf, den ich bis heute mit voller Leidenschaft ausübe. Mein Beruf ist sozusagen auch mein Hobby, wofür ich sehr dankbar bin. Der schönste Lohn sind dann auch dankbare Patienten, denen nach großer Hoffnungslosigkeit doch noch geholfen werden konnte! Dafür lohnt es sich aufzustehen und immer wieder neues dazu zu lernen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein. 

Therapie von Läuferbeschwerden - Verletzungen

Eines meiner absoluten Steckenpferde ist die Betreuung und Behandlung von Sportlern, insbesondere Läufern, bzw. auch gerne Triathleten.

Mit Hilfe der Laufanalyse werden in meinem Lauflabor die Ursachen für Beschwerden wie Läuferknie, Achillessehnenbeschwerden, Fersensporn, Schienbeinkantensyndrom, Traktus-iliotibialis-Syndrom, Schmerzen im Lenden-Becken-Hüft-Bereich, Kopfschmerzen während oder nach dem Laufen und vielem mehr analysiert und behandelt. 

Häufig stellt sich heraus, dass der (ungünstige) Laufstil Ursache der Beschwerden ist. Dementsprechend schließt sich an die Analyse ein Techniktraining an. Eine andere, nicht selten zu sehende Quelle für Beschwerden ist eine ungenügende Kraft und Stabilität im Lenden-Becken-Hüft-Bereich. Hier schafft ein Stabilisations,- Kraft, und Koordinationstraining Abhilfe. Außerdem werden die problematischen Muskeln und Gelenke entsprechend dem Untersuchungsbefund, der Bestandteil der Laufanalyse ist, behandelt. Eine Eigenbehandlung und Training mit dem Blackroll-System sind aus der Sportlerbetreuung bzw. Behandlung nicht mehr wegzudenken und finden bei mir als Faszientherapeutin selbstverständlich auch ihren Platz. 

Ein weiteres Thema ist die Betrachtung von Schuhen und Einlagen, denn es ist nicht egal, welchen Schuh man trägt und auch Einlagen sind nicht immer der Weisheit letzter Schluss! Ob ein Schuh gedämpft ist, einen höheren oder niedrigeren Absatz (Sprengung) hat und eine Pronationsstütze in einen Schuh gehört oder nicht, ist eine höchst individuell zu klärende Frage, die man mit Hilfe der Laufanalyse und dem Untersuchungsbefund jedoch gut beantworten kann.

Empfehlungen für das Training, dass sinnvoller Weise eben nicht nur aus Laufeinheiten mit gleichmäßigem Tempo bestehen sollte, werden gegeben. Der ausgehändigte Trainingsplan wird dem Laufanalysebericht beigegeben und je nach Entwicklung des Athleten angepasst. In ihm finden sich Trainingszeiteinheiten für das Athletiktraining, die Stabilisations- und Koordinationseinheiten ebenso wie Läufe in unterschiedlichen Trainingsbereichen aber auch wichtige Ruhetage.

Im Anschluss finden sie Beispiele aus meiner Praxis.


Hier das Beispiel Von Albert Klein. Ich erzähle mit freundlicher Genehmigung von ihm und seiner Geschichte! 

Albert hatte ein Fußproblem. Wegen Schmerzen an der Fußaußenkante eines Fußes konnte er keine Laufeinheiten mehr absolvieren. Das kam zu einer Zeit, in der er unbedingt noch einmal in Roth die Langdistanz im Triathlon bewältigen wollte, natürlich äußerst ungünstig! Die Frage war, ob er ohne Operation (es befinden sich Knochenausziehungen am Fußaußenrand), nur mit Physiotherapie in die Lage versetzt werden konnte, zu laufen und am Wettbewerb teilzunehmen. Nun, wir hatten nichts zu verlieren, denn so ging es auf keinen Fall! Also begannen wir zunächst mit manueller Therapie, Trigger- und Faszienbehandlung, Training mit der Blackroll und Dehnübungen, bis der Schmerz soweit gelindert war, dass er wieder beginnen konnte zu laufen. Dann kam die Laufanalyse im Lauflabor, nach dessen Auswertung sich ein entsprechendes, ausgeweitetes Training anschloss. Die Behandlung lief natürlich parallel weiter! Albert konnte die Laufeinheiten ausweiten und entschloss sich zur Teilnahme am Wettbewerb! Bei diesem doch nicht alltäglichen Fall ließ ich es mir nicht nehmen, ihn auch im Wettbewerb zu begleiten und ihn anzufeuern, wo ich nur konnte! Mit Unterstützung meines Partners fuhren  wir dann auch mit den Rädern huckepack nach Roth! Wer noch nicht dort war, dem sei gesagt: Das ist ein unglaubliches Spektakel! Einfach mal sehenswert. 

Tja, was soll ich sagen: Albert hat´s tatsächlich geschafft. Er hat sein Ziel erreicht und hat gefinisht! Ich ziehe den Hut vor dieser Leistung, insbesondere vor der mentalen Stärke von Albert! Kompliment! 

Albert kann inzwischen wieder ein sehr passables Lauftraining absolvieren und nimmt immer wieder an Wettbewerben teil. Ob er irgendwann doch noch operiert wird, wird die Entwicklung zeigen! Mit Hilfe der physiotherapeutischen Behandlung, die stetig weiter läuft, hält er sich allerdings sehr gut. Auch andere "Problemchen", wie Rücken- und Schulterbeschwerden sind durch die Behandlung gut im Griff und haben sich deutlich verbessert. Durch die Mitbehandlung der Schulterpartie hat sich aber die Schwimmleistung verbessert! 

Hier ein paar Bilder zur Geschichte von Albert!